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Ein Abend zur Verteidigung der Migrationsgesellschaft

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Der öffentliche Diskurs wird von einem besorgniserregend rechtspopulistischen Tenor geprägt, der zu einschneidenden Gesetzesverschärfungen im Asylrecht führte. Angesichts dessen kamen migrantischen Zivilgesellschaft zu Wort, um die Offenheit der Migrationsgesellschaft zu verteidigen. Organisiert vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und dem Schauspiel Hannover.

Einblick

Die Atmosphäre war von Anfang an von Neugierde, Offenheit und Solidarität geprägt. Die Veranstaltung wurde vom Schauspiel Hannover begleitet, das passende Lieder und Texte zum Kontext des Abends ausgewählt hatte.

Auf der Bühne fanden zwei Podiumsdiskussionen statt, mit insgesamt acht Diskutierende aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Aktivismus und Vereinsarbeit. Thematisiert wurden vor allem kulturelle Vielfalt, Integration und die Bekämpfung von Diskriminierung.

Auf der Bühne waren:

  • Lipi Mahjabin Ahmad (iik-Hannover)
  • Berenice Böhlo (RAV / ex-#unteilbar)
  • Kenan Emini (Roma Center)
  • Iyabo Kaczmarek (Unter einem Dach Hannover)
  • Soschia Karimi (Iran. Aktivistin)
  • Bernd Kasparek (transforming solidarities / Berliner Erklärung )
  • Dündar Kelloglu (Flüchtlingsrat Niedersachsen)
  • Kadir Özdemir (Queerprisma)

Ein starker gemeinsamer Nenner war die Bedeutung von Solidarität in der Gesellschaft, insbesondere wenn es darum geht, demokratische Werte zu verteidigen.

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Anlass

Im vergangenen Jahr dominierte ein erschreckend rechtspopulistischer Tenor den öffentlichen Diskurs, in dessen Folge Gesetzesverschärfungen im Asylrecht ohne nennenswerte Protest der Zivilgesellschaft durchgewunken wurden. U.a. wurden verfassungswidrige Kürzungen von Sozialleistungen für Geflüchtete, Verlängerungen von Abschiebehaftzeiten und massive Eingriffe in Persönlichkeitsrechte beschlossen. Erst das Potsdamer Treffen von AfD, Werteunion, CDU-Mitglieders u.a. und die dortige Debatten um „Remigration“ wirkten wie ein Weckruf. Die zivilgesellschaftliche Mobilisierung gegen die Pläne der AfD und zur Verteidigung der Demokratie sind seitdem beeindruckend.

Aber sind wir uns der Normalität der rassistischen Ausgrenzung gewahr, die die AfD so stark hat werden lassen? Ziehen wir die Brandmauer zur AfD hoch genug, um diejenigen unter uns, die hier Schutz suchen, nicht weiter mit „gewaltsamer Zurückweisung an der Grenze“ (Jens Spahn) bedrohen, mit Kampfbegriffen wie der „irregulären Migration“ dämonisieren und mit einem „Wir müssen endlich in großem Stil abschieben“ verängstigen zu lassen?

Veranstaltung verpasst?

Die Veranstaltung wurde live gestreamt und die Aufzeichnung ist auf unserem YouTube Kanal verfügbar.

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Insgesamt eine inspirierende und erkenntnisreiche Veranstaltung, die das Bewusstsein für die Bedeutung von Vielfalt und Solidarität gestärkt hat. Es war ein Abend, der Mut machte und den Wunsch nach einer inklusiven Gesellschaft hervorrief.
Danke an alle Beteiligten!