Extreme Ungleichheit ist ein extremes Problem
99 % der Menschen in Deutschland lassen sich auf einem einzigen DIN-A4-Blatt darstellen: 1 cm entspricht dabei 50.000 Euro Vermögen – und irgendwo auf diesem Blatt findet sich der Großteil von uns wieder.
Die reichsten deutschen Familien hingegen wären in dieser Darstellung 10 bis 20 Kilometer über dem Papier, in Höhen, in denen normalerweise Flugzeuge fliegen. Ein Bild, das man erst einmal sacken lassen muss.
Unter dem Titel „Vermögenskonzentration und soziale Gerechtigkeit" haben wir am 16.09.2025 mit Martyna Linartas über die historische Entwicklung von Vermögensungleichheit, die gesellschaftlichen Folgen ungleicher Vermögensverteilung und Wege, wie eine gerechtere Zukunft gestaltet werden könnte, gesprochen.
Passend zu den Spielfeld Themen haben wir natürlich besonders darauf geschaut, was diese Mechanismen für Menschen mit Migrationsgeschichte bedeuten. Denn klar ist: Ohnehin schon benachteiligte Menschen werden von Ungleichheit noch stärker betroffen.
Die Veranstaltung fand im TAK Hannover statt.
THEMATISIERT WURDE UNTER ANDEREM:
- Wie kommt es zu dieser ungleichen Verteilung?
- Welche Rolle spielen Erbschaften, politische Entscheidungen und historische Entwicklungen?
- Welche Konsequenzen hat Ungleichheit für unsere Gesellschaft
- Und wie könnten gerechtere Lösungen aussehen?
AUF DER BÜHNE:
Martyna Linartas forscht seit vielen Jahren zu den Themen Ungleichheit, Vermögen und Umverteilung. Dabei hat sie unter anderem die Plattform ungleichheit.info entwickelt. In ihrem aktuellen Buch Unverdiente Ungleichheit, wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann zeigt sie auf, warum Reichtum in Deutschland oft weniger mit Leistung als mit Herkunft zu tun hat – und welche Reformen denkbar wären.
Bild: Norman Konrad
Unverdiente Ungleichheit
Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann | Nominiert für den NDR Sachbuchpreis 2025












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