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Integration und Inklusion

Gesprächsrunde und Austausch: Fluchtpunkt Niedersachsen - Flucht, Vertreibung und Ankunft

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fluchtpunkt Niedersachsen: Erzählen von Abschied, Ankunft und Neubeginn“ lädt das Museum Friedland gemeinsam mit der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung zu einem moderierten Gespräch mit Zeitzeug:innen ein.

Donnerstag, 24. November 2022

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Zeitzeugen 006

Die Geschichte und Entwicklung des Landes Niedersachsen sind eng mit den Themen Migration und Zuwanderung verbunden. Mehr als 50 Prozent, der hier lebenden Menschen haben einen familiären Bezug zu Flucht und Vertreibung. Gleichzeitig bietet Niedersachsen Menschen aus aller Welt Schutz und das Angebot einer Heimat.

In diesem Sinne stehen die Themen Flucht, Vertreibung und Ankunft im Mittelpunkt einer öffentlichen Gesprächsrunde am

24. November um 18:30 Uhr
im TRAFO-Hub

Sophienstr. 40, 38118 Braunschweig.

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir bei Snacks und Getränken zum persönlichen Austausch ein.

Der Eintritt ist frei.

Alle Infos zur Veranstaltung findet ihr hier.

Idee

Die Geschichte und Gegenwart Deutschlands sind geprägt von Flucht und Vertreibung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Niedersachsen eines der Hauptaufnahmeländer für Geflüchtete, Vertriebe und Heimatlose. Auch in den Jahrzehnten danach sind zahlreiche Menschen auf der Flucht vor Krieg, Diskriminierung und Elend nach Niedersachsen gekommen. Sie alle haben Spuren hinterlassen. Heute haben rund ein Fünftel der Menschen in Niedersachsen einen Migrationshintergrund; noch weit mehr haben über das Familiengedächtnis Bezüge zu den Themen Flucht und Vertreibung.

Es stellt sich die Frage, wie die Menschen mit Fluchthintergrund in Niedersachsen angekommen sind – im doppelten Wortsinn: Wie hat sie ihre Flucht hierhergeführt? Wie haben sie sich eingelebt? Haben sie in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden? Wie haben Menschen mit Fluchthintergrund das Land Niedersachsen geprägt? Über diese und weitere Fragen werden sich Niedersachsens Zeitzeug*innen im Rahmen öffentlicher Zeitzeugengespräche miteinander austauschen. Dabei werden gesellschaftlich brisante und hochaktuelle Themenkomplexe zur Sprache kommen: Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie Fragen von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten. Menschen, die vor Jahrzehnten in Niedersachsen ankamen, und Menschen, die erst seit wenigen Jahren hier leben, werden im gemeinsamen Gespräch auf Fragen eingehen, die den öffentlichen Diskurs in den letzten Jahren sehr stark bewegt haben und ihn um individuelle, persönliche Perspektiven, Fragestellungen und Impulse bereichern.

Ziele

Das Ziel der Veranstaltungsreihe „Fluchtpunkt Niedersachsen“ ist es, Menschen aus verschiedenen Generationen und unterschiedlichen Herkunftskontexten miteinander in den Dialog über ihre Erfahrungen von Flucht und Vertreibung, Abschied, Ankunft und Neubeginn zu bringen. Zugleich werden die Lebenserfahrungen und Perspektiven geflüchteter Menschen einer breiten Öffentlichkeit in Niedersachsen zugänglich und erfahrbar gemacht. Die Auseinandersetzung mit individuellen Schicksalen kann dazu beitragen, Verständnis und Empathie füreinander zu gewinnen, Vorurteile abzubauen und Toleranz im gesellschaftlichen Zusammenleben zu stärken. Indem die Veranstaltungen eine Plattform für Austausch und gegenseitiges Verständnis bieten, Menschen und Ideen verbinden, stärken sie den sozialen Zusammenhalt in Niedersachsen.

Programm

Der Abend beginnt mit einer kurzen Einführung in das Thema durch Dr. Anna Haut, wissenschaftliche Leiterin des Museums Friedland.

Die Gesprächsrunde selbst wird von Feridun Öztoprak vom Netzwerk Spielfeld Gesellschaft moderiert.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit allen Beteiligten.

Datum

Donnerstag, 24. November 2022
18:30 bis 22:00 Uhr

Ort

TRAFO Hub, Sophienstraße 40, Braunschweig, 38118, Niedersachsen, Deutschland

Veranstalter:in

Nds. Lotto-Sport-Stiftung, Museum Friedland, Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler Editha Westmann, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf